|

| Eine
Variate des Stierkampfes wird alljährlich in Vila Franca de Xira
durchgeführt. Aus Ribatejo, einem tradionellen Stierzuchtgebiet
werden Stiere in das Städtchen gebracht und dort in die engen Gassen
getrieben. Vor ihnen laufen die mutigsten Männer der Umgebung, die
vor der anstürmenden Rinderhorden versuchen sich in Sicherheit zu
bringen. Ein dämliches Spektakel, aber die Zusehern haben gut lachen.
Das Ganze wirkt angeblich unheimlich komisch, die Angst der laufenden
Männer und Frauen, die wütenden Tiere ein herrlicher, aber auch
gefährlicher Spaß ??? Die Beurteilung überlasse ich jeder selbst.
Blaue Flecken, Knochenbrüche und Schlimmeres kommen oft vor, ja
und oft sind sogar Tote zu beklagen. |
|
| In
Portugal wird im Gegensatz zu Spanien und Südamerika der Stier niemals
getötet.!! Diese Regel wurde bereits im 18. Jh. eingeführt, als
ein Adeliger im Kampf von einen Stier getötet wurde. Der Stierkampf
ist deswegen jedoch keineswegs weniger brutal als der spanische.
Portugiesischen Stieren bleibt ledigliche das dilettantische Herumstochern
spanischer Anfängertoreros erspart, die es nicht schaffen dem Bullen
den tödlichen Stich zu versetzen. Man kann geteilter Meinung über
den Sinn oder Unsinn dieses Schauspiels sein. Sicher ist der Stierkampf
für die Tiere eher Quälerei, die Stiere haben aber vielleicht ein
besseres Leben als Rinder aus der Massentierhaltung, die in dunklen
in dunklen Mastställen aufwachsen und auf den Tiertransporten quer
durch Europa elendlich verenden - Zeit ihres Lebens dürfen sie auf
saftigen Weiden verbringen. Die allerbesten werden als Zuchtbullen
verwendet, der Rest geht den Weg den alle Rinder gehen, auf sie
wartet der Schlachthof. |
| Die
Kämpfe beginnen in der Regel am späten Nachmittag, wenn die Arena
in eine Sonnenseite -billige Plätze - und eine Schattenseite - etwas
teuere Plätze - geteilt ist. Der Kampf auf dem Pferd ist der wichtigste
Teil, der Stier wird von den Cavaleiros - Reitern - angegriffen,
wobei der Reiter versucht Farpas - Pfeile mit bunten Bänder - in
den Nacken des Bullen zu stoßen und zwar in die dortige Fettschicht,
so das der Stier eher aggressiv wird, als Schmerz zu verspüren.
Der Sier hat keine echte Chance sich zu wehren, da seine Hörner
abgeschnitten und zusätzlich mit Lederkappen versehen sind. |
| Anschließend
betritt ein Matator die Arena, um den wütenden Stier mit einem roten
Tuch - der Muleta - weiter zu reizen und zu ermüden. Danach nehmen
die Forcados - Forkenträger - pyramidenförmig Aufstellung und müssen
den Stier zu Fuß und ohne Waffen zu Boden zwingen. Der Gruppenerste,
Cabo genannt, stemmt die Hände in die Hüften und lenkt durch Rufe
und Beschimpfungen die Aufmerksamkeit des Stieres auf sich, bis
der Stier auf ihn zugaloppiert. Dieser springt dann todesmutig dem
Stier zwischen die Hörner, die anderen greifen den Bullen von den
Flanken an, und einer zieht ihn schließlich am Schwanz zu Boden
- was nicht immer gelingt. |
Die
wahren Helden sind meiner Meinung die Forcados, den Ruhm ernten
nur die Cavaleiros, wenngleich sie nie so bekannt werden wie spanische
Toreros. Für den Stier kommt das unerwartete Ende, indem ein Ochse
mit Kuhglocke, in die Arena geführt wird, und er trottet bereitwillig
mit seinen Artgenossen hinaus. Der gerade noch wilde, tobende
Stier wird wieder zu dem was er immer war - ein Rindvieh !!.

|
|
Die
Saison wird normalerweise zu Ostern eröffnet und geht bis Ende
Oktober.
Kampfbeginn Lagos
18:30 Uhr |
Neben
Lagos gibt es an der Algarve noch eine Arena in Albufeira |

Tickets
erhält man in fast allen Hotels, in einigen Geschäften oder direkt
an der Kasse bei der Arena. MBtours betreibt eine Shuttlebus von
einigen Hotels, Info erhält man an der jeweiligen Rezeption. |
Sonnenplätze
20 Euro
Sonne/Schatten
25 Euro
Schatten
30 Euro |
|