| Der
Name Sagres stammt wahrscheinlich vom latainischen sacrum - heilig
- ab, Hühnensteine aus dem 3. Jahrtausend weisen auf eine alte Kultstätte
hin. Heinrich der Seefahrer soll als er seine Seefahrer - fahrerschule
gründete,keine Siedler gefunden haben die sich freiwillig auf diesen
unfruchtbaren Plateaus niederlassen wollten. So wurden Verbannte
gegen Straffreiheit hier angesiedelt. |
Auf
halben Weg zwischen Sagres und Capo de Sao Vicente befindet sich
die Festungsanlage -
Fortaleza de Beliche. Das kleine unmittelbar am Klippenrand erbaute
Fort wurde 1632 nach einem Angriff der englischen Flotte unter Sir
Francis Drake wieder aufgebaut. Beim großen Erdbeben von 1755 vollkommen
zerstört und erst 1960 auf alten Fundamenten wieder errichtet. Heute
befindet sich in der Anlage ein Restaurant sowie Fremdenzimmer. |

| An
der Ostseite vom Forte befindet sich eine kleine Kapelle, die der
hl. Katharina geweiht ist. Ein steiler Fußweg führt an den Felsen
entlang hinunter zum Meer, hier legten früher Segelschiffe an, um
ihre Trinkwassertanks zu füllen. |
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| Als
weiterer sehenswerter und interessanter Tagsausflug bietet sich
Sagres und das Capo de Sao Vicente an. Das kleine Reihendorf erreicht
man mit dem Auto auf der EN 125 immer in westlicher Richtung, dann
gelangt man automatisch durch die geographische Lage ans "Ende
der Welt" - wie man im Mittelalter dachte. Oder mit dem Bus,
von Lagos gibt es täglich mehrere Verbindungen. Sagres ist ein kleines
geschichtsträchtiges Reihendorf am südwestlichsten Zipfel Europas.
Hier soll Heinrich der Seefahrer sein Hauptquartier aufgeschlagen
haben und auch die Entdeckungsfahrten portugiesischer Seefahrer,
die das Land zur größten und reichsten Kolonialmacht Europas machten,
geplant haben. |
| Neben
dem Ort ragt eine Halbinsel, getrennt durch eine hohe Fortaleza
, weit ins Meer hinaus - die heilige Halbinsel - das sogenannte
Promontorium Sacrum. Hier soll sich bis 1460 die berühmte Seefahrerschule
befunden haben. Moderne Historiker halten die Seefahrerschule für
eine jahrhundertalte Legende, geforscht und unterrichtet wurde wahrscheinlich
in Lagos und Lissabon. Man betritt die riesige weiß gekalkte Festungsanlage
durch ein breites Eingangstor das mit dem Wappen Heinrichs versehen
ist, gleich hinter dem Eingang sieht man die "Windrose"-
Rosa dos Ventos - ein mit Steinen ausgelegter Kreis mit 43 Metern
Durchmesser. Über die erst 1928 freigelegte Steinformation streiten
die Historiker ob es sich tatsächlich um eine Windrose handelt,
es könnte sich auch um eine Sonnenuhr handeln, einig ist man sich
nur das sie zu Zeiten Heinrichs entstanden ist. In der riesigen
Anlage führt ein ca 3 km langer gepflasterter Weg entlang der Steilküste
um das Felsenplateau herum. Hier kann man die "Klippenfischer
von Sagres" bei ihrer gefährlichen Tätigkeit beobachten. Nach
der Wanderung, meist bei rauhen Wind, kann man noch die Kunsthalle
besichtigen oder sich in der Cafeteria für den weiteren Tag stärken. |
| Aber
noch das Ende der Welt nicht erreicht, das liegt ca. 6 km westlich
von Sagres am Capo de Sao Vicente. Man fährt entweder mit dem Bus
von Sagres weiter, oder wählt um ev. längere Wartezeit zu vermeiden
ein Taxi ( 7 Euro ). Zu Fuß können wir die Strecke micht empfehlen,
da bei über 30 Grad und ständigen Wind die Entfernung zu einer Qual
werden könnte. Das Capo de Sao Vicente wird schon von den Griechen
erwähnt,die Römer stellten sich vor das an diesen Ort die Götter
lebten. Der Überlieferung nach soll an dieser Stelle der Leichnam
des heiligen Vinzenz in einem Boot von Raben bewacht hier gestrandet
sein und das Kap deshalb seinen Namen trägt. Auf dem Felsplateau
steht ein 1846 erbauter Leuchturm der zu den lichtstärksten von
Europa zählt. Schon früher gab es an dieser Stelle ein Kloster mit
einem Leuchtturm dieses wurde ebenso wie Fort Beliche von Sir Francis
Drake unter beschuß genommen und zerstört. Die Festungsanlage ist
frei zugänglich von hier hat man einen imposanten Ausblick auf die
Küste und den Atlantik. |
| Tipp:
Am Parkplatz und der Zufahrtstraße vor der Befestigungsanlage herrscht
hektisches Treiben zahlreicher geschäftstüchtiger Händler - bei
mehr als 2 Millionen Besucher jährlich verständlich - darunter auch
der Kiosk von Wolfgang und Petra Bald. Hier erhält man die "Letzte
Bratwurst vor Amerika" eine originelle Idee der man sich nicht
entziehen sollte, der Verzehr einer original Nürnberger oder Thüringer
Bratwurst wird sogar mit einem Zertifikat bestätigt. Selbst wir
Wiener, für die eine Burenwurst oder eine Käsekrainer zur "Wurstreligion"
zählt, müssen gestehen die Würstchen schmecken lecker. |
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Das
Fortaleza ist von 10:00 - 20:30 (Mai - September)
und 10:00 - 18:30 (Oktober - April) geöffnet.
Preise: 3 Euro/Pers. |
| Der
heutige Leuchturm wurde bereits 1846 erbaut, ein Petroleumsystem
diente bis 1926 zur Befeuerung. Heute elektrisch betrieben zählt
er zu den lichtstärksten Europas. Eine ca.3,5 m hohe Gürtellinse
bündelt das Licht der riesigen 3000 Watt - Birne. Noch in 90 km
Entfernung ist das Leuchtfeuer zu erkennen, für Nebeltage sind neben
dem Turm zwei große Nebelhörner angebracht. Fünf Wärter leben hier
mit ihren Familien und sind mit Betrieb und Wartung der Anlage betraut.
Besichtigung des Turmes ist möglich, es gibt aber dafür keine regelmässigen
Zeiten, meist zwischen 11:00 und 17:00, der Eintritt ist frei,der
Wärter nimmt aber gerne ein Trinkeld an !! |
| In
Fertigstellung befindet sich das Cento Oceanografico, ein Komplex
mit dem größten Aquarium Europas und einer Forschungsstation. Fertig
gestellt soll diese Anlage noch 2003 werden. |
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