Geschichte der Algarve
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König
Dom Sancho I

Zeichen der Vergangenheit, die Schornsteine der
Häuser


Die ersten Bewohner der Algarve waren Händler und Landverwalter, die ihre Kolonien an der Küste aufbauten. Gute Beispiele hierfür waren die Phönizier und die Karthager, die eine lange Zeit nur von den Schätzen der Küste lebten.
Die Algarve war einst Teil der Provinz Lusitania, die später Teil des Verwaltungsbezirkes der Westgoten wurde. Die römische Präsenz hinterließ ihre Spuren in Mileu, Faro, Boca do Rio und Vilamoura.
Im Jahre 711 passierte Tarik ibn Zyad die Meerenge von Gilbraltar und schlug den König der Westgoten. Im Jahre 712 eroberte Abd Al-Aziz Ben Mussa das "Gharb Al Andaluz", "Andaluz" bedeutet das Land der Vandalen und "Al-Gharb" der Westen.
Damit begann einer der bedeutendsten Einflüsse der Geschichte der Algarve, die fünf Jahrhunderte arabischer Besetzung, deren Zeichen immer noch in der Architektur der Region z.B. Kacheln und die typischen Kamine zu sehen sind und auch an den vielen Ortsnamen, die mit "Al.."beginnen.
Die arabische Herrschaft war ein Segen für die Bevölkerung und brachte einen riesigen wirtschaftlichen Aufschwung. Faro wurde ein wichtiger Handelshafen und trieb regen Tauschhandel mit Städten in Nordafrika. Auch die Landwirtschaft wurde durch die Einführung neuer Techniken und Kulturen (eingeführt wurden Apfelsinen, Zitronen, Aprikosen, Maulbeerbäume und Reis) gefördert. Kannte man bislang nur den Holzpflug wurde jetzt die Pflugschar verwendet, die Araber kannten schon den Kunstdünger und beherrschten die Konstruktion von Wasserschöpfrädern.
Auch kulturell und geistig bekam der muselmanische Teil des späteren Portugals einen unerwarteten Schub, Lehre und Wissenschaft wurden gefördert, mit großer Toleranz wurde auch die Ausübung der einheimischen Religion geduldet. Anders als die Christen, haben die Araber nie versucht, anderen Völkern ihren Glauben und ihre Lebensart aufzuzwingen.
Nach vielen Schlachten wurde die Algarve von den Christen zurückerobert. Seit 1249 und bis zur Ausrufung der Republik waren die Monarchen zu dem Titel ,"König von Portugal und der Algarve" berechtigt.
Ebenso wichtig in der Geschichte der Algarve war das Zeitalter der Entdeckungen und das Erdbeben von 1755. Die Algarve gewann während der Entdeckungen immer mehr an Bedeutung, da sie als einer der Hauptablegeplätze galt. Die "Algarvios",- Einwohner der Algarve spielten eine große Rolle bei den maritimen Abenteuern und der Besetzung von Territorien auf dem afrikanischen Kontinent. Das Erdbeben von 1755, dessen Epizentrum nahe bei Lagos lag, zerstörte auch viel von der Algarve.
Die zerstörenden Beben konnte man überall fühlen. Viele bedeutende Denkmäler wurden damals zerstört. Aber nicht einmal dieses Ereignis brachte die "Algarvios" zum Stillstand, denn trotz aller Widrigkeiten bauten sie die Algarve neu auf und machten sie zu dem, was sie heute ist: eine herrliche Urlaubsregion direkt am Meer!


Zeitalter
der Endeckungen

Henrich der Seefahrer

Vasco da Gama

Magellan